Rindfleisch für Nordkorea
Die zweite Lieferung mit 6000 Tonnen tiefgekühltem Rindfleisch war gerade auf dem Weg von Deutschland ins von Nahrungsmittelknappheit gezeichnete Nordkorea. Im Rahmen eines politisch und entwicklungspolitisch umstrittenen Projektes sollte Rindfleisch, das während der akuten Phase der BSE-Krise zur Marktstützung aufgekauft worden war, Kindern, Alten, Kranken und Schwangeren in Nordkorea zu gute kommen. Doch die BSE-Tests eines privaten Labors in Bayern, das Teile des Rindfleischs untersucht hatte, stellten sich als wertlos heraus.
Mitte Februar bemühten sich dann drei Mitarbeiter der deutschen Bundesanstalt für landwirtschaftliche Ernährung, in Nordkorea die Kartons mit Rindfleisch aus Bayern auszusortieren. Was laut Auskunft der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), die die Lieferungen organisierte, durchaus möglich sei.